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Tagebucheinträge zur Johannesoffenbarung im Juli 2005

Freitag, 1. Juli: Gott, die Geister und Christus - Fragen zur Inspiration, zum Wesen des Geistes

Wenn immer ich in Kontakt habe mit der esoterischen Szene, kommen mir Fragen nach den Inspiratoren, die da im Hintergrund wirken. Dieselbe Frage steht ja auch im Hintergrund, wenn ich nach den geistigen Ursprüngen der Apokalypse frage - die schon im Alten Testament gestellt Frage nach der Göttlichkeit der Prophetie.
Woher ist eine direkte Offenbarung inspiriert? Wer spricht? Woher kommen die Gedanken, die Informationen, die Durchsagen, die Erkenntnisse? -
Das ist die Schlüsselfrage, wie solche Erkenntnis zustande kommt. Wo sind die Inspiratoren? Wer sind sie? Was wissen sie? Warum wissen sie was? Was sind ihre Interessen, Motive und Absichten?
Und was ist in diesem ganzen Spiel (Prozess) der Inspiration mein Anteil? Was ich hören will? Was meinem Fortkommen dient, welchem, wohin? Und welchen Nutzen, welche Gegenleistung erwarten, fordern die Inspiratoren?
Darum verstehe ich die Konzentration auf den Einen, der Gott für uns offenbar gemacht hat. Gott hat in Christus uns klare Kanäle eröffnet. Er hat die Möglichkeit geschaffen, dass wir nicht falschen Hirten anheim fallen. Nur er ist das Ganze, die Vollkommenheit in Gott, das Licht, die Wahrheit, der Weg, das Leben. Paulus hat die Mächte und Gewalten, die Vielfalt der möglichen Inspiratoren, gekannt.
Diese Vielfalt hat eine Religionspsychologie (-soziologie, -philosophie) zu beschreiben, zu orten, zu sehen, um darin das Werk Gottes, die Bedeutung des Opfers Jesu, klar hervorscheinen zu lassen. Das Phänomen der Inspiration ist universal. Auch die Konzentration der Gotteskräfte in Christus?
Da ist ein Feld der geistigen Kräfte: Gott, Geist, Geister (Engel, Meister, Teufel, Dämonen, Verstorbene, Ahnen, Elementargeister, ...). Das ist ein Feld von Kräften, in dem wir leben, empfangen, wirken - geistig atmen. Geisteswehen im Wachzustand und anders in der Nacht, im Schlaf. Spuren in Träumen hinterlassend, wirkend in Impulsen des Tages. Wohin soll ich mich wenden? - Was ich im Tagesbewusstsein aufnehme, feiere, lese, denke, studiere, diskutiere - es wirkt, trägt meine Seele in der Nacht. Im kleinen Tod wird Gericht und Ernte gehalten …
Die wohl elementarste Geisterbeziehung ist jene von Mensch zu Mensch. Da werden - auf das Ganze des Lebens bezogen - verbindliche und massgebende Geistesbezüge hergestellt. «Alles wirkliche Leben ist Begegnung», ist Beziehung.
Wenn ich Esoteriker von den Beziehungen zu den Geistwesen reden höre, so merke ich, dass ich einen säkularen Weg gehe. Ich suche den Geist in der Welt und durch die Welt. Das Mysterium ist im Alltag verborgen. Dort soll es erfahren, erforscht und erlebt werden. Dazu dient die Rückblickübung, bei welcher die täglichen Eindrücke meditativ rekonstruiert und verlebendigt werden. Im aktiven Aufbau der Tageserlebnisse und in deren Analyse geschieht ein Aufwachen - und ich gewahre mich als Geist im Geistesweben des Weltwerdens.
Der Geist ist auch unsere ganze Lebensgeschichte (familiäre Herkunft, Ahnen, Kindheit, …) wie auch die kollektive Geschichte (Nation, Menschheit, Religionsgeschichte… ) und so sind auch alle Bilder der Apokalypse Geist, mein Geist.

 

Mittwoch, 6. Juli: Traum über die Bedeutung der Bilder

Im Traum war ich dabei, Fotos zu öffnen und anzuschreiben. Die Bilder waren digital auf (m)einer Festplatte. Jedes Bild enthielt unendliche Informationen, es waren Schnappschüsse, Momentaufnahmen einer Strasse (in Polen?). Bilder eines Geheimdienstes? Ein Riesenarchiv. Das viel Zeit zum Aufarbeiten braucht. Ich finde das eine schöne, unterhaltsame Arbeit, denn auf jedem Bild ist auch ein Portrait, ein schöner Mensch, ein klares Gesicht.
Kommt jemand? Ich bin ganz vertieft in die Arbeit. Ja, jemand kommt heim, sie fragt, was ich da tue … dann erwache ich.
Im Halbschlaf danke ich nach über Bilder des Tages, des Lebens, die wir mitnehmen und drüben verarbeiten - ich ahne, wie dieses Verarbeiten eine schöne, auch unterhaltsame Tätigkeit sein kann. Langweilig wird es drüben nicht sein, denn dort haben wir Bilder von einer Qualität, die wir das hier kaum vorstellen können.
Dann denke ich auch an das Telefon mit Wolfgang Naschek, den ich treffen will. Er fragte ehrlich, ob ich bereit sei, gewissen Sachen ins Auge zu sehen - die seien nicht harmlos. Es könnte darum gehen, warum wir auf Erden sind …?

 

Freitag, 8. Juli: Traum von der Flammenkraft des Betens

Gestern las ich im Blick ein Wort vom Dalai Lama, wonach er jeden Tag dankbar entgegennehme. Das tue ich heute im Traum, Gott dankend. Und ich spüre die Kraft, das geistige Umfeld eines solchen Betens, spüre die Flammenkraft: da war auch etwas mit Barbara. Ihr Grab ist doch auch wichtig. Für sie zu beten in den Flammen des Geistes ist Licht und Wohl für alle Seiten! Da bin ich dran in mehreren Versuchen. Musch, die Katze, legt sich dabei auf meine Hände. Davon spüre ich auch eine Kraft.

 

Montag, 11. Juli: Traum vom Pfarrerberuf

Über mehrere Prüfungen und Ausscheidungen bin ich mit Leuten meiner ehemaligen Kantiklasse, aber es geht um die Fähigkeit, Pfarrer werden zu können. Prüfungen wurden abgelegt, wir warten auf die Resultate. Suhner ist 1x alusgeschieden, auch andere, ich komme weiter, weiss, dass ich da gut bin. Darüber bin ich auch dankbar.
Dann gibt es Einblicke, Einweihungen: Vor allem in Ursprung, Gegenwart und Zukunft des Pfarrberufs, auch Ideen und Konzepte zu einer Ausstellung über … (Vadian?).
Denke dann nach über das Thema Jünger, Geistlicher, ref. Pfarrer … das wäre auch ein spannendes, eigenes Thema für den Studienurlaub.
Da ist immer dieses Muster: Im Himmel etwas sehen, was Bedeutung bekommt für die Erde - in der Apokalypse wie auch sonst in der Religionsgeschichte. Wenn jemand bestimmt und geklärt sagen kann: das will ich tun, das ist das Meine, so hat das eine Vorgeschichte im Himmel.

 

Mittwoch, 13. Juli: Begegnung mit SUBUD

Ich treffe mich mit Wolfgang, von dem mir Erwin, ein Kollege aus der Primarschulzeit, erzählt hat. Wolfgang habe eine interessante religiöse Biographie.
Wir essen gemeinsam Zmittag in Berneck, Restaurant Maienhalde. Ich bin berührt von Wolfgangs naturel, seiner Suche, seinem Finden. Reformiert in Österreich aufgewachsen, dann bei den 7-Tage-Adventisten, dann bei Schwengeler, dann ein strenger Yoga mit viel Praxis und Erfahrungen, dann SUBUD, wo nichts erreicht, gewollt, erzwungen wird. Zwei mal in der Woche mit Körper, Seele und Geist sich der eigenen Identität, seinem gottgewollten Wesen öffnen und Blockaden lösen - da kommt was durch. Die Methode ist universal, menschlich. Sie stammt aus Indonesien, eigentlich islamischen Ursprungs, aber durch die hinduistische Terminologie und die christliche Gnadenlehre erweitert.
Im Internet finde ich unter www.subud.org gute Texte dazu.
Die Begegnung wird für mich zu Herausforderung und Frage: Was tue ich, um geistlich zu wachsen? Reicht das, wenn ich einfach studiere, lese, schreibe? Ich scheue mich, einer Schule anzugehören, eine bestimmte Methode zu pflegen. Doch ich brauche meine Praxis …

 

Sonntag, 17. Juli: Lemurien

Ruth liest ein Buch über Lemurien, eine alte voratlantische Kultur. Das Buch spreche von eher leicht, erzählerisch, poetisch, verständlich, nicht wissenschaftlich und intellektuell von Lemurien - ein Zustand, der uns betrifft, in uns lebt, weil wir da waren und das Paradies erlebt haben. Ich erzähe von den Siebenerzyklen bei Steiner und finde das selber etwas konstruiert und spitzfindig.
Die Apokalypse fordert heraus, die Jenseitswelt nicht als Inhalt zu sehen, sondern von ihr aus, vom Jenseits aus die ganze Weltentwicklung in ihrer Dramatik zu deuten, zu verstehen.

 

Sonntag, 24. Juli: Priestertum und Philosophie

Träume von einer Verbindung von Katholischer Kirche und Philosophie, von Priestertum und Denken.
Da ist eine Schule, Ottmann (Philosophieprofessor aus Basel) lehrt, erzählt, prüft, z.B. will er die Kraft des Geistes demonstriert haben und fordert mich, den reformierten Pfarrer, auf, frei zu predigen. Ich zögere, es ist nicht Ort und Zeit dazu, aber schön, dass Ottman darum weiss. Dann aber holt er plötzlich ein Priester-, ein Bischofs- oder Papstgewand. Damit rennt er wie in einer Zeremonie, einer Einweihung, durch den Raum und zurück (eine Kirche?). Mit dem Gewand aber kommt er direkt auf mich zu und legt es mir auf die Stirne.
Da waren noch mehr Bilder und auch eine Fortsetzung. Lange sinniere ich dem Traum nach, bin in den Bildern, weiss um die Bedeutung.
Ein Aufruf zu priesterlichem Walten als Philosoph? Oder eine Vision von der einen Kirche? Oder nuss die Rede, die Predigt vom Evangelium, durch eine Weihe von Seiten der Philosophie kommen - Ottmann war in Basel (1989-1994) mein Philosophielehrer, der aber katholisch ist, nach München berufen wurde.

 

Ein Buch über die Engel der sieben Gemeinden

Auf TV-Arte sehe ich den Film: «Die Kräfte des Guten» vom kanadischen Regisseur Velcrow Ripper. «Über fünf Jahre hat er auf allen Kontinenten Überlebende von Katastrophen ausfindig gemacht und ist der Frage nachgegangen, ob es möglich ist, in den dunkelsten Stunden noch Hoffnung zu finden. Er traf Menschen, die sich von ihrem Schmerz nicht unterkriegen, sondern zu neuen Taten beflügeln liessen. Ob im indischen Bhopal, in Afghanistan, Hiroschima, Israel, Palästina oder New York City - die Geschichten der Menschen erzählen von Schönheit und Hoffnung vor einem tragischen Hintergrund. Sie singen ein Loblied auf die Kräfte des menschlichen Geistes, auf Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Sie zeigen, dass Menschen in Krisensituationen fähig sind, über sich selbst hinauszuwachsen.»
Velcrow Ripper hat eine überreligiöse Sicht der Hoffnung und zeigt reale Hoffnungsportraits angesichts grossen Leides. Da waren die buddhistischen Mönche, die ihr Leid in der Meditation einatmen und als Leidenschaft und Mitleid (compassion) wieder ausatmen. Da waren die Derwische in Afghanistan, singend in einer Moschee; und da waren die Eltern, die Hinterbliebenenorganisationen in Israel und Palästina, die eine sehr mündige und reife Auseinandersetzung mit ihrem Schmerz pflegen. Der Dokumentarfilm inspiriert mich und stell die Frage nach meiner Vorbereitung auf den Besuch in den sieben Gemeinden der Apokalypse.
Was ich in den sieben Gemeinden erfahren könnte, hat mit den Menschen in der Türkei zu tun, aber nur indirekt. Da werden Reflexionen über die sieben Gemeinden in Gang gesetzt, doch primär bin ich der Stoff. Was ich vor Ort erlebe, sind eigene Geschichten, doch die Stossrichtung in der Suche und in der Wahrnehmung ist vom Text der Offenbarung, von der Suche nach deren Deutung geleitet. Dabei müssen die Bilder heute im globalen Kontext gedeutet werden, interreligiös, überkonfessionell, auf der Suche nach der Religion, die über allen Religionen ist.

 

Samstag, 30. Juli: Fragen zum Leben nach dem Tod

Fragen zum Leben nach dem Tod holen mich ein, das früher geplante Thema für den Studienurlaub: Warum? Und wie? Haben die Götter den Menschen das Wissen um das Jenseits verschlossen? Warum gibt es Ausnahmen? Wie? Auf welche Weise kommt ein Erleben, Wissen, Verstehen der Jenseitswelten zustande? Welche Bedeutung hat dieses Wissen für das Verständnis des Lebens, des Menschen - für Theologie und Kirche, Medizin und Heilkunst, Naturwissenschaft usw.?

 

Sonntag, 31. Juli: Die Weltgeschichte im Traum

Heute träume ich eine klare Bilderserie:
1. Bin unterwegs mit Kamera, alte Kulturen. Sehe eine alte Frau auf einem Felsen sitzen. Sie ist glücklich, besorgt selber ihren Lebensunterhalt mit Arbeit am Ort. Die Sonne geht unter, die Alte hat ein schönes Gesicht, es ist erhellt von der Sonne, aber auch von Innen. Die Frau hat etwas urmässiges, wie zu Höhlenbewohnerzeiten. Ich versuche sie zu fotografieren. Sie weiss nicht, was die Kamera ist, sie lässt es zu, mache mehrere Bilder, auch von anderen Szenen.
Wie ich gehen will, merke ich, dass zwei Typen kommen, mich alleine finden. Einer hat eine Dogge. Sie wollen mich bestehlen. Ich versuche mit einer Schlaufe am Typ vorbeizukommen. Dabei werfe ich mich auf und erwache.

2. Ein grosses Haus, wo wir wohnen. Ich bin im Garten. Da bewegt sich ein Schacht. Ich schaue hin. Aus dem Schlamm befreit sich ein Wesen. Es ist ? … eine Echse? Ein Krokodil? Es ist etwa zwei Meter lang. Wie die Echse aus dem Schlamm rauskommt (ich sah die Haut, wie von einer Kröte, einem Krokodil), kann sie aufrecht gehen. Es ist ein Ungeheuer, ein Monster. Ich will es fotografieren, aber die Kamera spukt - schade. Auch andere sehen das Monster. Es kommt zur Türe. Ich verschliesse die Türe. Wir haben etwas Angst. Dann geht das Tier wie ein Gorilla durch den Garten, kommt nach vorne. Dann aber sehe ich immer mehr menschliche Züge an dem Tier … zuletzt einen schönen Jüngling, eine Knabe, von dem die Tierschalen und Kleider abfallen. Wie kam das? Ein Pfadfinder, der durch das Kanalisationssystem einen Fluchtweg suchte - so meine Überlegung. Aber am Anfang war es deutlich ein Krokodil!

3. Ich suche einen schönen Platz auf einer Anhöhe. Aber das ist gefährlich, wo ich raufklettere. Ich tadle mich für meinen Leichtsinn. Knapp komm ich wieder runter. Suche weiter unten. Da finde ich eine Höhle, ein guter Platz zum Meditieren. Die Höhle war bewohnt. Da ist noch die Matte, auf der wohl ein Yogi gesessen hat mit Blick nach vorne zum Ausgang der Höhle. Will ich da meditieren? Hier am Platz von Shiva? Ich hebe, schüttle die Matte; da liegt auch eine Tasche. Wie ich diese berühre, fängt sie gleich Feuer. Ich erschrecke, aber das Feuer ist gut, nicht verletzend, nur mahnend, will mir die Energie des Ortes zeigen …

4. Skifahren in den Bergen, es wird Abend. Wir müssen runter. Aber sind die Kinder auf der Piste? Wo ist Ruth? Wir haben nichts geregelt. Fahren wir über Buchs nach Hause? Mit Urs? Finde von Ruths Lederjacke … Teile, hebe sie auf, suche die Familie zusammen.

>>> Mach mir dann Gedanken über die Bilderfolgen, die von der Erdbeziehung, dem Erdenursprung der Menschen erzählen, auch von der Grösse und Schönheit und Gefahr der Natur.
Die Träume zeigen, wie jeder Mensch, auch ich, die ganze Weltgeschichte in sich trägt, aufgebaut hat und sie selber ist.
Auch der Menschensohn wird so aufgebaut, wie ihn Johannes aus der Tradition kennt. In Johannes hat diese Geschichte «vollendete» Traumsequenzen ausgelösst, die Apokalypse. Das waren alles Bilder von ihm, in ihm - aber es sind Archetypen.

 

 

 

 
 
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